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Solitary Rose
Nik runzelte die Stirn und musterte den Jungen vor sich. So wie er gerade guckte, musste er über etwas sehr wichtiges nachdenken. Vielleicht hatte er ja auch ein Spiel von seinen Eltern bekommen und konnte jetzt mit der Beule nicht nach Hause? Vielleicht würden sie ihn ja mit einem Horn nicht wieder erkennen?
Er dachte nach. Es war zwar nicht seine Schuld, dass der Junge die Schaufel abgekriegt hatte, trotzdem hatte er ihn ja vor dem Angriff der beiden Memmen eben gewarnt. Und das bedeutete ganz viel in den heutigen Zeiten des Terrors und der Feindschaften. Hatte er letztens in den Nachrichten gehört. Ihm kam ein kleiner Verbündeter ganz gelegen. Nikolas blickte sich kurz um, dachte kurz nach und sprach dann Yuen wieder an. Sie mussten so schnell wie möglich an einen Kühlbeutel rankommen.

"]Ein Kühlboitel finden will sichel im Supelmalkt… komm mit ich zeig dil den Weg…"

Doch der andere bewegte sich nicht vom Fleck, guckte ihn nur etwas verwirrt an. Also doch Gehirnerschütterung? Sie mussten also noch schneller handeln! Jede Sekunde zählte. Kurzerhand nahm er den Kleineren an der Hand und tapste mit ihm los. Anfangs spürte er noch einen leichten Widerstand, doch nach einigen Schritten war er plötzlich nicht mehr da. Und die beiden Jungs liefen zu einem kleinen Geschäft, das Nik liebevoll „Supermarkt“ nannte. In Wirklichkeit war es aber bloß ein kleiner, heruntergekommener Laden, in dem jeglicher Krimskrams zu finden war. Die Besitzerin war eine freundliche, etwas pummelige, kleine Dame mit schulterlangen, roten Haaren.
Die beiden betraten das Geschäft, eine kleine Glocke über der Eingangstür klingelte und weckte die Aufmerksamkeit der Ladenbesitzerin auf die beiden neune Gäste. Sie lächelte.

>>Na, was verschlägt dich wieder hierher kleiner Mann?<<

"Gescheftliches, gescheftliches Flau Velkäufelin… ich blauche ganz dlingend ein Kühlboitel…"

Die Frau lachte kurz und herzlich. Sie mochte den kleinen Jungen und genoss immer wieder seine Besuche. Seit er vor einem knappen Jahr das erste Mal hierher gekommen war, verging kaum eine Woche, in der er sie nicht besuchte. Sie sah ihn schon beinahe als eine Art Ersatzsohn an, da er manchmal auch einfach nur herkam, um sie bei ihrer Arbeit zu beobachten oder ihr ein wenig zu helfen. [/I]
>>Ich hab dir gesagt, du kannst mich ruhig Maggie nennen Nikolas. Wir kennen uns doch schon lange genug…<<

"Man muss gescheftliches von plivaten tlennen kennen. Heute bin ich ein Gast Flau Velkäufelin… will blauchen einen Kühlboitel!"

Die Verkäuferin lachte erneut und wandte sich dann ihrem Tresen zu. Sie kramte kurz in einer ihrer Schubladen rum und blickte dann zu den beiden Jungs. In ihrer Hand hielt sie einen kleinen Plastikbeutel. Einen Kühlbeutel.
>>Was ist denn passiert? Wozu braucht ihr einen Kühlbeutel?<<

"Mein Fleund da hintän hat was ganz Gloßes an Kopf bekommen und blaucht Kühlboitel, damit el kein Holn auf Stiln bekommt!"
Das mit der möglichen Gehirnerschütterung verschwieg er erst einmal.

>>Aber…<<
Sie blickte kurz zu Yuen.
>>Dann hilft euch doch kein Kühlbeutel, weil die ja erst kalt gestellt werden müssen, damit sie wirken können…<<

"…veldammt…"
Daran hatte er nicht gedacht. Natürlich brachte ihm ein Kühlbeutel nichts, wenn er nicht kühl war. Also war das ganz Unterfangen umsonst gewesen. Nik seufzte. Er wollte sich gerade resigniert bedanken, als ihm Maggie, die Verkäuferin zuvorkam…
>>…aber ich glaube ich kenne da einen anderen Weg, um deine Stirn abzukühlen…<<

Sie lächelte, erhob sich und lief zu dem Getränkekühlhalter in der Ecke des Ladens und holte eine Dose Limonade raus. Mit dieser lief sie dann wieder zurück zu den Jungs und hielt die Dose Yuen entgegen.
>>Es kühlt nicht nur, es stillt auch noch den Durst… das ist doch mal ein Angebot, was?<<

Ein Supermarkt? So ein großer Laden?... Aber dafür würden sie doch sicher Geld brauchen und Yuen hatte gar kein Geld mit. Mama gab ihm nämlich kein Geld, damit er es auch gar nicht erst verlor. Yuen hatte eine Ader dafür Dinge zu verlieren und Geld durfte man nicht verlieren...! Deshalb konnte er den Kühlbeutel dann doch gar nicht bezahlen! Hatte denn der andere Geld? Wie hieß der überhaupt? Ooooh... wie gern Yuen ihn gefragt hätte, aber das war jetzt kein guter Zeitpunkt, seine Stirn tat weh und er wusste nicht wie er dem Held sagen sollte das er kein Geld hatte um einen Kühlbeutel zu bezahlen!

Plötzlich griff der Schwarzhaarige einfach nach seiner Hand und hielt sie fest. Dann lief er los. Durch ihre Verbindung wurde Yuen hinter ihm hergezogen und erschrak einen Moment. Dann lief er jedoch brav hinter dem größeren her, der wohl zu dem Supermarkt wollte... Irgendwelche Filme wollte er sich im Moment nicht ausdenken, dafür tat sein Kopf zu sehr weh...

Als sie an dem Supermarkt ankamen zog Yuen verwundert eine Augenbraue in die Höhe. Der Kerl hatte ihn ja total voll angelogen!!! Das war gar kein Supermarkt sondern ein Tante... T... Tante ... .. ähm Tante Pe... Petra ... Tante... Tante-Erna-Laden! Genau!... Ja!... Das hatte ihm Onkel Toba erklärt!

Yuen ging hinter dem Schwarzhaarigen in den Laden hinein. Die kleine Glocke klingelte und Yuen sah die kugelige, rothaarige Frau an. Dann lächelte er, ganz lieb, so wie Mama ihm das immer sagte das man das machen sollte und die Mama von der Frau hatte das sicher auch gemacht, weil die lächelte auch ganz lieb. Das machte Yuen ein wenig lockerer. Trotzdem klammerte der kleine sich eisern an die Hand, die ihn hierher gezogen hatte. Auch Yuen musste schmunzeln als der Junge neben ihm mit der Frau sprach... wie so ein gelber Mensch!... Er kicherte ganz leise und wartete ab was nun passieren würde.

AAAAaaaaah! Na endlich! Nikolas hieß der!!!... Wow... so ein schöner Name... passte nicht zu einem Helden irgendwie, aber der Name war trotzdem toll und hörte sich in Yuend Ohren auch einfach nur toll an! Yuen hätte wieder über Nikolas Aussage gekichert, wenn er nicht zu sehr damit beschäftigt gewesen wäre, seinen Helden und dessen Namen anzuhimmeln...

Yuen nickte bestätigend, als Nikolas der Frau die Lage schilderte und eben diese ihn anblickte. Aber oh... sie hatte ja Recht. Ein nicht kalter Kühlbeutel brachte ihnen gar nix... auch Nikolas bekam dies erst jetzt mit und er fluchte auch ein bisschen, wie Yuen feststellen musste. Als die Frau näher kam klammerte der kleine sich noch ein wenig mehr an die Hand des jungen neben sich. Dann nahm er jedoch lieb lächelnd die Dose entgegen und nickte.
"Ja, dankeschön!
Ich bin... ähm ich bin Yuen!
Die... die... grüne Schaufel war... das mit dem... ... mit dem Stachel nee... di..... äh... Horn auf der Stirn..."

sagte er schnell, um wenigstens irgendetwas zu sagen und hielt sich dann, ganz vorsichtig, die kühle Getränkedose an den Kopf. Er seufzte erleichtert und ließ Nikolas Hand los. Das Kühle tat unheimlich gut und jetzt konnte er auch nach Hause gehen. Schnell verbeugte er sich vor der Frau.
"Ganz viel Danke... Dankehübsch!..."

sagte er zu der netten Frau und auch zu Nikolas. So lieben Menschen war er lange nicht mehr begegnet! Außer seiner Mama und seinem Onkel! Dann verabschiedete er sich indem er ein:
"Auf wiedergesehen ... Komme sicher nochmal vorbei irgendwann!"

murmelte und nach draußen ging. Dort wartete er auf Nikolas. Dem wollte er noch so Tschüss sagen! Sein Held kam auch wenig später aus dem Laden und Yuen lächelte ihm freundlich zu. Das er wohl ziemlich doof aus sah... so lächelnd, mit einer Hand die Dose an die Stirn gedrückt und mit der anderen winkend... ignorierte er vollkommen. Als Nikolas vor ihm stand verbeugte er sich langsam.
"Ich heiße Yuen und wohne hinterm Spielplatz links, eh rechts... also erst oben dann links und dann rechts und... ähm... ich fand das sehr nett von dir mit dem Tante-Erna-Laden und der Kühltaschendose und ähm... äh..."

Etwas nervös sah sich Yuen um. Der Schwarzhaarige dachte jetzt bestimmt das er total doof sei. Also lieber schnell abhauen, bevor der böse wurde und ihm auch Sand an den Kopf warf! Obwohl... der war ja eigentlich ein Held...
"Tsch...tschüss?..."
murmelte er dann doch noch, rührte sich jedoch nicht.

Nachdem er sich noch schnell von der Verkäuferin verabschiedet und bedankt hatte, kam auch Nikolas wieder aus dem Laden heraus und bemerkte auch gleich Yuen, der ihm eifrig winkte. Hatte er nicht schon mal so eine Serie gesehen, wo ein Junge genau so gestanden hatte? Wenn nicht, dann musste man genau so eine Serie machen, fand Nik. Er würde diese Serie immer gucken, vor allem, wenn dieser Kleine da vor ihm die Hauptrolle spielen würde.

Er gesellte sich zu seinem neune kleinen Freund, der ihm nun auch seinen Namen verraten hatte und lauschte neugierig seinen Worten. Hatte er sich überhaupt schon vorgestellt? Nikolas runzelte die Stirn, nachdem sein Versuch die Wegbeschreibung von Yuen zu verstehen missglückt war. Dennoch ließ er sich nichts anmerken und nickte so, als habe er alles verstanden und in seinem Kopf eingeprägt. Schließlich musste man ein freundlicher Mitmensch sein!
Er lächelte leicht und lauschte seinen Worten. Er verstand nicht ganz, wieso der Junge plötzlich irgendwie verunsichert wirkte. Vielleicht hatte Nik ja einen Popel in der Nase und Yuen sagte ihm aus Höflichkeit nichts. Konnte gut möglich sein! Er beschloss es später selbst zu überprüfen.

"Machs gut Yuen… Und kümmel dich schö um dein Kopf!"
sagte Nikolas immer noch leicht lächelnd. Einen kurzen Augenblick wollte er ihm die Hand geben, überlegte es sich dann doch anders und winkte ihm nur auf dieselbe Art und Weise, wie Yuen ihm eben zugewunken hatte. Sein Vater hatte ihm vieles Beigebracht. Unter anderem, das man ein guter Beobachter sein musste und sich den anderen in seiner Umgebung anpassen musste, wenn man sie nett fand.
"Ich wohne hintelm kleinen Baschtelladen da hinten… eh… wie späht haben wils denn…"
Langsam, ganz cool, hob Nik seinen rechten Arm. An seinem Handgelenk befand sich eine kleine Spielzeuguhr, aufdrehbar, aber alles andere als funktionsfähig. Was nicht bedeutete, das ihr Besitzer sie nicht als Echt ansah. Nikolas guckte kurz auf die Anzeige und riss dann, aufgeregt, die Augen auf.
"Oh meine Güte schö spät! Mama killt miiii wenn ich ni gleich Zuhaus bin!!!!"

Er wollte gerade schon losrennen, als er sich daran erinnerte, dass er ja diesmal nicht alleine unterwegs war. Nik kam zum Stillstand, bevor er überhaupt losrennen konnte und winkte seinem kleinen Gegenüber noch einmal zu.
"Du solltest auch Heime! Wil sehn uns! Achja!!! Ich bin Nikolas!"
Im nächsten Augenblick düste er auch schon los und war wenige Augenblicke darauf schon hinter der ersten Ecke verschwunden. Das kleine Abenteuer hatte ein Ende gefunden. Doch die Geschichte der beiden Jungs war noch lange nicht zu Ende.

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